Was ist Tarot?

Im Zusammenhang mit Esoterik wird auch immer wieder von den sogenannten Tarotkarten berichtet, doch was ist Tarot eigentlich? Kann es als modernes Medium genutzt werden, um die Zukunft vorherzusehen oder ist es doch eher nur ein Mittel, um “Gläubige” von ihrer vermeintlichen Vorsehung zu überzeugen? Fest steht, die Tarotkarte hat ihren Platz in der Esoterik bereits seit langer Zeit und blickt auf eine lange Geschichte zurück.

Worum handelt es sich bei Tarot?

Wahrsager legt TarotkartenTarot ist ein Kartenspiel mit sehr langer Tradition. Tatsächlich tauchten die ersten bis heute verzeichneten Tarotkarten bereits im 14. Jahrhundert auf. So überliefern kirchliche Unterlagen ein Verbot der Karten. Allerdings glaubte bereits zu diesen Zeiten ein Dominikanermönch an die Karten, weil sie den Zustand der Welt widerspiegeln sollten. Über die exakte Herkunft der Tarot Karten herrscht jedoch Uneinigkeit. Einige vermuten ihren Ursprung in dem Wort “Thora”, hebräisch für Gesetz. Andere wiederum verbinden den Begriff Tarot mit den alten Gottheiten: “Tara” oder “Ator”. Auch das lateinische Wort “Rota” für Rad oder auch Wagen wird als ursprüngliche Bedeutung angeführt. So kann das Rad im Zusammenhang mit dem Rad des Lebens durchaus einleuchtend klingen. Eine abschließende Klärung des Wortes Tarot ist aber bislang nicht erfolgt. Wahrscheinlich sind die Tarot-Karten auch damals schon zu Zukunftsvorhersagen genutzt worden. Es liegt aber ebenso nahe, dass sie auch Teil des Glücksspieles waren.

Wie sind Tarotkarten aufgebaut?

Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Karten mit unterschiedlichem Aussehen hinzu. Der Ursprung des Gebildes blieb allerdings gleich. Nur die Farben und Formen wurden ein wenig angeglichen. Ein Tarotspiel besteht insgesamt aus 78 Karten, wobei auf jeder ein aussagekräftiges Symbol zu erkennen ist. Die Hauptkarten auch das große Arkana genannt, stehen für Archetypen und Themenfelder. Archetypen stellen bei der Tarotkartenbedeutung, die Urbilder dar und beinhalten die Sprache des Unterbewusstseins. Die übrigen 56 Karten, fallen unter die Bezeichnung kleines Arkana und beantworten Fragen z.B. zu Liebe, Geld und Beruf. Dabei orientieren sie sich an dem großen Arkana.

Wie funktioniert das Legen von Tarotkarten?

Tarot legen ist oftmals an bestimmte Rituale gebunden, jedoch sind diese nicht bei jedem Kartenleger gleich. So achten viele darauf beim Auslegen die Beine nicht zu kreuzen und erwähnen häufig das Wort “Stop”. Auch die Atmosphäre ist von dem Tarot Orakel abhängig. Gedämpftes Licht, eine Kerze oder auch spezielle Kleidung dient in erster Linie zur besseren Konzentration des Kartenlegers. Dies hat allerdings ebenso wenig Einfluss auf das Ergebnis, wie die Auswahl der Karten. Prinzipiell ist jedes Tarotkartenspiel geeignet. Oftmals werden auch die um Rat suchenden gebeten, das Kartendek zu mischen. Von vielen Tarot-Anhängern wird es jedoch bevorzugt, dass die Kartenleger selbst mischen, um keine persönlichen Wünsche auf die Karten zu übertragen. Häufig wird danach der Besucher gebeten drei Stapel zu bilden und diese verdeckt auf den Tisch zu legen. Diese Auswahl stellt eine Vorabinfo für den Kartenleger dar und legt den Schwerpunkt der Befragung fest. Nun soll der Ratsuchende die Karten wieder zusammenfügen. TarotkartenBeim Tarot legen gibt es verschiedene Legesysteme wie das “Drei Karten” System und “Das Keltische Kreutz”. Mit den Legesystemen werden die Karten nach einem System ausgelegt. Vor dem Mischen muss der Besucher häufig eine Tarotkarte ziehen, welche als Signifikator-Karte dient. Jede Karte hat ihre ganz eigene Bedeutung und wird je nach den Fragestellungen individuell gedeutet. Zum Beispiel bedeutet der “Tod” zumeist eine Konfrontation, welche ganz unterschiedlich aussehen kann. Ein geliebter Freund zieht weit weg oder ein Streit kann unter anderem bevorstehen. Wird der “Tod” als Tageskarte gezogen, steht die Konfrontation unmittelbar noch am selben Tag bevor. Der “Tod” ist eine der bekanntesten Karten und wird als negative Karte angesehen. Die “8 der Münzen” ist hingegen ein Beispielhaftes Exemplar für eine positive Karte. Generell trifft jede Karte eine Aussage in Bezug auf die verschiedene Lebenskategorie wie Liebe und Partnerschaft, sowie Beruf.

Was sollte vor dem Besuch bei einem Kartenleger beachtet werden?

Ganz wichtig ist es nichts über sich preiszugeben bevor die Karten gedeutet wurden. Denn schon das Verraten von Sternzeichen oder Geburtsdatum lässt Rückschlüsse des Kartenlegers zu. Oftmals wird die Frage von Tarotkartenlegern geäußert, warum er denn aufgesucht würde. Natürlich kann man hierzu eine Aussage machen. Jedoch sollte auch hier beachtet werden, nicht die ganze Partnerschaft und die vorherrschenden Probleme zu kommunizieren. Zu viel Vorabinformationen können das Ergebnis beeinflussen. Eine Tarot-Kartenlegung sollte immer neutral und nur mit den nötigsten Informationen beginnen. Da die Karten verdeckt gemischt und erst später umgedeckt werden (übrigens immer von links nach rechts) kann der um Rat suchende das Ergebnis nicht beeinflussen. Eine Vorabkenntnis ist nicht nötig, der Kartenleger wird alles so erklären, dass es auch ein Neuling nachvollziehen kann.

Wie ist ein seriöser Kartenleger zu erkennen?

Auch hier zählt zumeist der erste Eindruck. Er sollte nicht versuchen vorab möglichst viele Informationen zu entlocken. Darüber hinaus gibt es ein Zertifikat welches bescheinigt, dass eine Ausbildung bei einem erfahrenen Kartenleger stattgefunden hat. Das ist jedoch keine Berufsausbildung aber ein legales Dokument. Darüber hinaus können sich Kartenleger entsprechenden Verbänden anschließen. Natürlich ist das keine Garantie, dass der Kartenleger absolut seriös ist aber es schafft eine bessere Transparenz. Zuletzt zählt jedoch nur das Ergebnis. Der Ratsuchende muss zufriedenstellende Antworten auf seine Fragen bekommen haben und mit einem guten Gefühl in Bezug auf die Tarot-Beratung nach Hause kehren.

Kann jeder Tarotkarten legen?

Prinzipiell ja. Bestimmte Voraussetzungen wie eine gute Kombinationsgabe und Freude am Umgang mit Menschen ist empfehlenswert. Es gibt viele Tutorials im Internet oder auch Bücher, die einem das Legen von Tarotkarten näher bringen können. Kartenlegen - TarotAuch hier ist üben angesagt. Denn so öfter das Kartenlegen praktiziert wurde, desto mehr Sicherheit wird dabei gewonnen. Nach dem Lernen von Grundlagen kann zunächst an Freunden und Familie geübt werden. Erst wer sicher im Umgang mit den Karsten ist und nicht in Bücher schauen muss, um die Karte zu interpretieren ist bereit für das Legen an Unbekannten. Das Tarot legen ist heute eine gern in Anspruch genommene Kunst. Oftmals überrascht sie selbst “Ungläubige” mit beeindruckend zutreffenden Antworten. Das Tarot hat eine interessante Entwicklung im Lauf der Zeit durchgemacht, welche auch heute noch nicht abgeschlossen ist. So füllt das Legen von Tarotkarten ganze TV-Formate und lockt täglich neue interessierte Menschen an. Mehr Informationen zum Tarot und Kartenlegen allgemein sind hier zu finden und bei Wikipedia/Tarot.